Tennisellenbogen: Schritt‑für‑Schritt‑Behandlung bei Sportlerinnen und Sportlern
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Der Tennisarm ist die häufigste Verletzung bei Tennis- und Padelspielern, betrifft aber auch Büroangestellte, Musiker und manuell arbeitende Personen. Wenn du seit Wochen Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens hast, erklärt dir dieser Artikel, wie du ihn behandelst und vor allem, wie du zum Sport zurückkehrst, ohne Rückfälle zu riskieren.
Was genau ist ein Tennisellenbogen?
Der „Tennisellenbogen“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die laterale Epikondylitis: eine Entzündung und Degeneration der Sehnen, die am Epikondylus (dem knöchernen Vorsprung an der Außenseite des Ellenbogens) ansetzen. Am häufigsten betroffen ist die Sehne des Musculus extensor carpi radialis brevis.
Obwohl er „Tennisellenbogen“ heißt, entwickeln nur 5–10 % der Betroffenen ihn tatsächlich durch Tennis. Die meisten sind Menschen mit wiederholten Handgelenksbewegungen: Padel‑Spieler, Golfer, Kletterer, Büroangestellte mit viel Mausarbeit, Musiker, Maler, Elektriker.
Typische Symptome
- Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens, die in Unterarm und Handgelenk ausstrahlen können.
- Verschlechterung beim Zugreifen, Festhalten von Gegenständen oder Händeschütteln.
- Schmerzen beim Strecken des Handgelenks gegen Widerstand (z. B. beim Drehen eines Türknaufs).
- Druckschmerz über dem Epikondylus.
- Kraftverlust beim Greifen (klassischer Test: Einen Stuhl am Rückenlehnenrand anheben verursacht Schmerzen).
- Verschlechtert sich meist im Laufe des Nachmittags nach einem Tag Belastung.
Ursachen und Risikofaktoren bei Sportlern
Fehlerhafte Technik
Der häufigste Fehler: den Rückhand‑Schlag mit gestrecktem Ellenbogen und abgeknicktem Handgelenk ausführen (im Tennis oder Padel). Das belastet den Epikondylus direkt. Eine Stunde mit einem guten Trainer deckt das meist in 5 Minuten auf.
Ungeeignetes Material
- Schläger/Racket zu schwer für dein Spielniveau.
- Zu kleiner Sweet Spot, der zu Ausgleichsbewegungen im Handgelenk zwingt.
- Sehr straff bespannte Saiten, die mehr Vibration erzeugen.
- Zu kleiner oder zu großer Griff.
Zu hohes Trainingsvolumen ohne Progression
Von 1‑mal pro Woche auf 3–4‑mal pro Woche in wenigen Wochen zu steigern, ist das Rezept für eine Epikondylitis. Die 10‑Prozent‑Regel (das Wochenpensum nicht um mehr als 10 % steigern) gilt auch für Rückschlagsportarten.
Kraftdefizit im Unterarm
Schwache Unterarme kompensieren über den Epikondylus. Häufig bei Gelegenheitssportlern, die kein spezifisches Krafttraining machen.
Schritt-für-Schritt-Behandlungsprotokoll
Phase 1 (Tag 1–7): Kontrolle der akuten Schmerzen
- Sportliche Ruhepause von der Aktivität, die die Verletzung ausgelöst hat. Kein kompletter Ruhigstellung: bewege das Gelenk weiterhin sanft.
- Eis 15 Minuten, 3–4‑mal täglich in den ersten 2–3 Tagen.
- Anwendung von BEIMAN Sport zweimal täglich auf den Epikondylus und die Unterarmmuskulatur. Die bioPhotonische Formel wirkt innerhalb von etwa 3 Minuten auf die lokale Entzündung – ohne Risiko bei längerer Anwendung.
- Epicondylitis-Bandage (Band mit Druck unterhalb des Ellenbogens) bei Alltagsaktivitäten. Sie reduziert die Zugkraft auf die entzündete Sehne.
- Längere orale Entzündungshemmer vermeiden: nur sinnvoll bei stark ausgeprägten Schmerzen, maximal 2–3 Tage am Stück.
Phase 2 (Wochen 2–4): Mobilität und Dehnung
- Dehnung der Extensoren: Arm gestreckt, Handgelenk nach unten beugen, mit der anderen Hand sanft ziehen. 30 Sek. x 3 Wdh. x 3‑mal täglich.
- Dehnung der Beugemuskulatur (Handgelenk in Extension), um auszugleichen.
- Selbstmassage mit der Faszienrolle oder einem kleinen Ball am Unterarm.
- BEIMAN Sport täglich weiter anwenden.
Phase 3 (Wochen 4–8): exzentrische Kräftigung (ENTSCHEIDEND)
Exzentrische Übungen sind der Goldstandard bei Epikondylitis. Grundübung:
- Lege den Unterarm auf den Tisch, die Hand hängt nach unten, Handfläche zum Boden.
- Halte eine leichte Hantel (1–2 kg) in der Hand.
- Mit der anderen Hand die Hantel in die hohe Position bringen (Handgelenk gestreckt).
- Nur mit dem betroffenen Arm sehr LANGSAM (5 Sekunden) in die Ausgangsposition absenken.
- 15 Wiederholungen. 3 Sätze. 2–3 Tage pro Woche.
Leichte Schmerzen während der Übung (3–4/10) sind akzeptabel. Akute Schmerzen (mehr als 5/10) bedeuten, dass du zu stark belastet hast.
Phase 4 (Woche 8+): schrittweise Rückkehr zum Sport
- Mit leichten Schlägen bei 50 % Leistung beginnen, 20–30 Minuten.
- Pro Sitzung um 10 % steigern, wenn keine Schmerzen auftreten.
- NICHT direkt mit Wettkampfspielen beginnen. Zuerst kontrolliertes Einspielen.
- Exzentrische Übungen als Vorbeugung beibehalten.
Fehler, die Sportler in einen Rückfall treiben
- Zu früh wieder mit dem Sport beginnen „weil es in Ruhe ja nicht mehr wehtut“. Der Ruheschmerz verschwindet zuerst, aber die Sehne ist dann noch nicht belastbar.
- Die exzentrischen Übungen auslassen in der Annahme, dass Schonung allein ausreicht.
- Die Technik nicht mit einem Trainer überprüfen.
- Beibehaltung ungeeigneten Materials (schwerer Schläger, straff bespannte Saiten).
- Entzündungshemmer einnehmen, um „den Schmerz wegzudrücken und spielen zu können“. Das verschleiert das Problem und verschlimmert die Verletzung.
Wann sollte man zum Physiotherapeuten oder Arzt gehen?
- Schmerzen, die trotz Behandlung länger als 6 Wochen anhalten.
- Deutliche Einschränkung bei Alltagsaktivitäten (du kannst z. B. keine Kaffeetasse halten).
- Fortschreitender Kraftverlust.
- Kribbeln oder Gefühlsverlust in der Hand.
- Verdacht auf Sehnenriss (peitschenschlagartiger Schmerz + plötzlicher Funktionsverlust).
Der Physiotherapeut kann zusätzliche Techniken wie Stoßwellentherapie, EPI (perkutane Elektrolyse), Dry Needling oder manuelle Therapie einsetzen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mit Tennisarm weiter Padel/Tennis spielen?
Wenn du in der Akutphase bist (erste Woche), nein. Ab Phase 2–3 kannst du mit Bandage und gutem Dehnen leicht spielen. Die Rückkehr zum Wettkampfspiel sollte nach 6–8 Wochen sehr schrittweise erfolgen.
Hilft die Epicondylitis-Bandage?
Ja, besonders um Alltagsaktivitäten schmerzarm aufrechtzuerhalten, während sich die Sehne erholt. Sie „heilt“ nicht, entlastet aber den betroffenen Bereich, indem sie den Zugpunkt verlagert.
Ist BEIMAN Sport bei chronischer Epicondylitis geeignet?
Ja. BEIMAN Sport kann bei akuter und chronischer Epicondylitis verwendet werden. Bei chronischen Fällen immer mit spezifischen exzentrischen Übungen kombinieren.
Wie lange dauert die Heilung?
Eine akute, gut behandelte Epikondylitis: 4–6 Wochen. Eine chronische über Monate: 3–6 Monate mit strukturiertem Behandlungsplan. Am schnellsten geht die Schmerzlinderung; die vollständige Heilung der Sehne verläuft deutlich langsamer.
Soll ich eine Kortisoninfiltration machen lassen?
Nur in sehr hartnäckigen Fällen. Infiltration lindert schnell, aber es gibt Hinweise darauf, dass sie die Prognose nach 6–12 Monaten im Vergleich zur konservativen Behandlung verschlechtert. Besser das komplette konservative Protokoll ausschöpfen und PRP oder EPI vor Kortikoiden in Betracht ziehen.
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- BEIMAN Sport Sachet 10 g – Einzeldosis zum Mitnehmen ins Fitnessstudio oder auf den Platz.
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Kosmetisches Produkt zur äußerlichen Anwendung. Kein Arzneimittel. Kein Ersatz für ärztliche Diagnose oder professionelle medizinische Behandlung. Wenn sich deine Epicondylitis nach 6 Wochen Behandlung nicht bessert, wende dich an eine/n Physiotherapeut/in oder Orthopäd/in.